Wir über uns
Tätigkeitsbericht 2011
2011 haben im Netzwerk mitgearbeitet:
- AWI
-Die Arche
- Die Hexentäler
- Milan
- Wirhaus
- Wohnsinn Breisgau
- Die Chance
- Miteinander & Füreinander
12 x jeden zweiten Mittwoch im Monat von 17 bis 19 Uhr in der Kantine des Technischen Rathauses. Im Oktober wurde dieser Sitzungsrhythmus auch mit dem Hausmeister verbindlich festgelegt.
Milan teilt sich in einen Teil, der bei Vaubanaise mitmacht und dessen Mitarbeit im Netzwerk ruht und einen Rest, der weiter plant.
Unsere Sitzungen werden strukturiert: ½ Stunde für Informationsaustausch über die Projekte. Der Hauptteil soll unsere Professionalität stärken, also Kompetenzen in Beratung, Information, Vernetzung, Kommunalpolitik und Pressearbeit erhöhen und entsprechend tätig werden. Am Ende soll es ein kurzes Feedback über die Sitzung geben. Einladung, Leitung der Sitzung und Protokollführung rotieren.
Wir haben überlegt, dass wir auf unserer Homepage eine tabellarische Darstellung der einzelnen Wohnprojekte aufnehmen, um die Informationen für Interessenten übersichtlicher zu machen. Diese Erfassung ist noch nicht abgeschlossen.
Die Zeitbank 55+ ist in Gründung, zunächst nur für Freiburg/Ost. Das Projekt wird vom Netzwerk mit Interesse verfolgt.
An der auf Einladung von Herrn Erler/ SPD organisierten Fahrt nach Berlin zum Thema „Neue Wohnformen“ nahmen vom Netzwerk Personen aus vier Gruppen teil. Die Reise war informativ und gut organisiert. Zwei Projekte wurden besichtigt, davon ein ansprechendes vom Mietshäusersyndikat noch im Aufbau und das Projekt „Eine Chance“, das nach ca. 10 Jahren Wohnen zu scheitern droht. Dennoch war das für uns lehrreich, weil wir sehen konnten, daß die Nachhaltigkeit eines Projektes gefährdet ist, wenn das Belegungsrecht nicht in den Händen der Bewohner liegt.
- Am 26./27.2. beteiligen wir uns an der Immo-Messe. Wir stellen fest, daß wir deutlich weniger Besucher sowohl am Stand als auch bei den Vorträgen haben. Die Lage des Standes war unvorteilhaft und unsere Informationen unübersichtlich. Es ergab sich die grundsätzliche Frage, was wir mit der Teilnahme an der Immo-Messe erreichen wollen. Dem Veranstalter gaben wir ein Feedback, haben aber im Mai beschlossen, daß wir als Netzwerk an der Immo-Messe nicht mehr teilnehmen, weil wir Interessenten für unsere Projekte auf anderen Wegen finden und die politische Arbeit in anderen Strukturen besser unterbringen.
Im Juli hatten wir ein Gespräch mit Herrn Baubürgermeister Prof. Haag. Rieke und Wieland führten das Gespräch. Die sozial- und kommunalpolitische Bedeutung Gemeinschaftlicher Wohnprojekte konnten sie nicht überzeugend vermitteln. Positiv war, daß uns mitgeteilt wurde, die Stadt werde ihren zum Verkauf stehenden Streubesitz in einer Liste veröffentlichen und bei Neulandbebauung Baugruppen künftig berücksichtigen. Ein darüberhinausgehender Handlungsbedarf schien auf Seiten der Behörde derzeit nicht notwendig. Prof. Haag wurde für die Teilnahme an der Podiumsrunde des Wohnprojektetags eingeladen, lehnte leider, stellte sie aber für den Wohnprojektetag 2012 in Aussicht.
Vom 10. bis 18. September haben wir mit der Unterstützung von Herrn Wolfgang an der Baden-Messe teilgenommen. Zu diesem Zweck haben wir ein eigenes Netzwerkbanner erstellt, Schäfchenkarten und einzelne Gruppenflyer wurden ausgelegt. Der Stand war ungünstig gelegen und wurde von Interessenten für neue Wohnformen so gut wie nicht besucht – vielleicht auch gar nicht auf der Messe erwartet. Auch das Symposium zu diesem Thema wurde wenig beachtet .u.a. auch, weil es kaum angekündigt war.
Im Oktober hatten wir Frau Paradeis, neue Leiterin des Senioren Büros, eingeladen. Sie hatte von Ihrer Laufbahn berichtet und sich dem Netzwerk gegenüber sehr aufgeschlossen gezeigt. Den anstehenden Wohnprojektetag wollte sie entsprechend ihrer Möglichkeiten unterstützen.
Seit Mai bereiten wir den Wohnprojektetag 2011 vor. Angeregt durch die Tagung „Gelingendes Altern im Quartier“ haben wir die Zusammenarbeit mit der Katholischen Hochschule gesucht und uns auf den 19.11. gemeinsam geeinigt. Im Juli kam per E-Mail eine Vorankündigung heraus und im Oktober ein detaillierter Flyer. Thema, RednerInnen, Workshops und Podiumsbesetzung wurden gemeinsam besprochen. Es kamen über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, drei Workshops waren gut besucht.
Es ist uns gelungen , erstmals Gemeinschaftliches Wohnen in Freiburg öffentlich zum Thema zu machen. Ein kommunaler Handlungsbedarf war unübersehbar. Tauschringe, Quartierstreffpunkte, Gesundheitsstützpunkte wurden als willkommene, ergänzende Einrichtungen gesehen.
Die Kontakte zu Interessenten und eine mögliche Mitarbeit an Themen sind an diesem Tag leider zu kurz gekommen.
Über niedrige Preise für Essen und Getränke so wie Mitgliederspenden konnten wir unsere Ausgaben vollständig decken. Die Hauptausgaben für Arbeitszeit, Material und Räume, Geräte und Energie wurden dankenswerterweise von der Katholischen Hochschule übernommen.
Das Netzwerk hat mit diesem Informationstag einen politischen Auftrieb bekommen. Wir konnten schnell mit Leserbriefen auf die Vermarktungspolitik in Freiburg reagieren und Politiker ansprechen.
Ein Wohnprojektetag 2012 soll wieder stattfinden.
Auf diesem Hintergrund wollen wir weiter das Anliegen verfolgen, eine Koordinationsstelle für Neue Wohnformen zu schaffen, in der Informationsaustausch und Vernetzung stattfindet und Kompetenzen gebündelt werden. Die Stadt soll dabei in die Verantwortung genommen werden. Eventuell ist ein Runder Tisch eine geeignete Maßnahme, um ein Profil für eine solche Stelle zu erarbeiten.
Freiburg, den 6.1. 2012,
Friederike Moos
(i.V.des Netzwerkes)
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